MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Grenzübertritt

Am 27.09. sagen wir der Mongolei Ade und überqueren im Konvoi bei Erenhot mit einem ungewissen Gefühl eine weitere Grenzstation.
Was erwartet uns im „Reich der Mitte“, in dem ein Viertel der Weltbevölkerung zuhause ist und das die letzten Jahre wohl eher für Negativschlagzeilen in Europa gesorgt hat?
5500 Kilometer Strecke und jede Menge Attraktionen liegen vor uns, die wir in 42 Tagen bewältigen wollen. Zeit ist Geld in diesem Zusammenhang.

Die Mongolen geben sich damit zufrieden unsere Pässe auszustempeln und winken uns ohne Fahrzeugkontrolle weiter. Im Niemandsland vor den Toren Chinas lässt man uns einige Minuten warten, bis man den zugehörigen Guide, der in der Abfertigungshalle bereits einige Zeit auf uns wartet, ausfindig gemacht hat. Das erste Mal muss Morpheus so richtig durch die Desinfektionsdusche fahren, bevor uns ein Englisch sprechender Grenzbeamter in Empfang nimmt und mit „Tony“ bekannt macht. Der Mann um die 30 macht einen recht sympathischen Eindruck und ist sofort bei der Abwicklung der Formalitäten behilflich. Die Fahrzeugführer werden gleich zur Passkontrolle vorgelassen und können beim Zoll vorfahren. Die anschließende Kontrolle hält sich in Grenzen und dauert eine viertel Stunde für alle drei Fahrzeuge. Wir Frauen und die schlafende Gaia (solch eine friedfertige Stimmung herrscht hier) müssen uns in Reih und Glied stellen, bis wir dran sind. Das tadellose Verhalten der Menschen in der Schlange lässt sich wohl entweder auf die sanfte Hintergrundmusik schieben, oder darauf, dass die Beamten vor sich eine Bewertungsbox stehen haben, mit der jeder von „satisfaction“ bis „worse“ seinen Gefühlen freien Lauf lassen kann. Es dauert nicht lang bis wir durch sind und auf der „anderen“ Seite den Willkommensregenbogen bestaunen, ja sogar fotografieren dürfen. Erst nach Verlassen des Zollgeländes erlaubt man auch uns wieder an Bord zu gehen. Unterm Regenbogen angekommen werden die Fahrgestell- und die Chassynummern überprüft und erst da wird man auf den blinden Passagier, die gute alte Paula aufmerksam, die fast verlegen aus der Beifahrertür lugt. Bevor die Beamten überhaupt zum Nachdenken kommen, ist Tony schon zur Stelle und zückt die Einreisepapiere für Mathias Hund. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden können wir uns auf den Weg nach Erenhot machen, das nur einige Kilometer entfernt liegt. Das günstigste Zimmer in dem Hotel, in das wir dort laut Zoll für die Registration einchecken müssen, kostet pro Nacht ca. 40 Euro und das einzig Gute daran ist, dass es eine Dusche gibt und wir uns den Raum teilen dürfen. Nach einem solchen Tag bin ich froh, wenn ich abends nicht mehr kochen muss und wir die einheimische Küche gleich Mal ausprobieren gehen. Noch froher sind wir beim Blick auf die Speisekarte allerdings, dass  Tony uns begleitet und bestellt.

Ehrenhod

Ehrenhot

Elektroroller sind das Fortbewegungsmittel Nr. 1

unser chinesisches Nummernschild

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