MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Familienbande I

Eigentlich ist gerade kein so guter Zeitpunkt, um im Süden von Thailand Urlaub zu machen. Um uns herum erzittert die Erde, in 5000 Kilometer Entfernung ereignet sich die Katastrophe des Jahrhunderts und die sprichwörtlichen „cats and dogs“, die es regnet, lassen einen vermuten, die nächste Sintflut könne bereits begonnen haben.
Kein noch so bedrohliches Szenario kann meine (Diana) Mama Siggi, meine kleine, große Schwester Linda und ihren Mann Sandro jedoch jetzt noch davon abhalten uns wieder einmal zu treffen.
Die letzten Stunden vor dem großen Wiedersehen vergeht die Zeit wie im Schneckentempo und die Anspannung steigt ins Unerträgliche. So viele Monate hatten wir uns nicht gesehen, so viele Länder lagen scheinbar unüberwindbar zwischen uns…, doch nach einer herzlichen Begrüßung ist fast Alles, wie es immer war.

Unsere Familien zuhause sind das, was wir auf Reisen am meisten vermissen. Nicht nur einmal hatte ich mich in den Garten meiner Mutter gewünscht, ein kühles Radler in der Hand sehe ich Omas, Opas, Tante und Onkels aus dem Liegestuhl heraus dabei zu, wie sie unter den Apfelbäumen mit Gaia spielen…
Es ist höchste Zeit, dass unser kleiner Sonnenschein das, was Heimat eigentlich bedeutet, kennenlernt!

Ganze 14 Tage lang nisten wir uns also auf dem Parkplatz des „Hiltons“ auf Phuket ein, genießen ein bißchen den Komfort und lassen uns ganz ganz viel Zeit füreinander.

Die erste gemeinsame Woche ist der Wetterfrosch noch gnädig und bescherrt uns Sonnenschein und angenehme 30 Grad Tagestemperatur bei gewohnt hoher Luftfeuchtigkeit. Der Wind dreht nicht bei und wir bleiben von „der Wolke“ vorerst verschont. Da kann man es sich bei Obstspießchen und allgemeiner Aufmerksamkeit am Pool so richtig gut gehen lassen!

„Sonnenanbeter“

Im Schmetterlings- und Insektengarten von Phuket-Stadt, warten wir mit Zuckernäpfchen in den Händen vergebens darauf, dass sich das ein oder andere Prachtexemplar auf uns herab läßt…

…und als wir des „Jagens“ schließlich überdrüssig sind, kommen sie doch noch von ganz alleine…


…gut Ding will eben Weile haben!

Das Ferienparadies Phuket selbst ist überlaufen von Besuchern, für die man ein Übermaß an Konsummöglichkeiten geschaffen hat. Ein Hotel reiht sich entlang der westlichen Strandpromenade an das nächste, in unzähligen Restaurants gibt es Speisen aus aller Herren Länder, beim Tätowierer um die Ecke kann man sich mal eben `ne Kleinigkeit stechen lassen und die Mädchen vor den Bars sprechen für sich selbst. Einheimische Lokale mit vernünftigen Preise sind so rar, dass selbst der Taxifahrer bei der Frage danach etwas orientierungslos wirkt. Ja zwischen so vielen „Shoppingmalls“, Massagesalons, Klamottenläden und Ausflugsveranstaltern verlieren auch wir ein wenig die Übersicht.

All dies fällt auf, kann uns aber nicht im geringsten davon ablenken, weshalb wir hier sind. Ohne Stress ausgiebig Zeit mit der Familie verbringen!
Außerdem hat uns das Hotelpersonal schnell ins Herz geschlossen und
man behandelt uns mit Respekt und äußerst zuvorkommend.
(Obwohl wir in einem leicht verschmutzten und mittlerweile etwas angerosteten, alten Auto auf dem hauseigenen Parkplatz nächtigen und unsere Abende im Pavillion auf dem Grünstreifen davor verbringen…)

Das Aquarium Research Center auf der anderen Seite der Halbinsel könnte sich zwar ein wenig mehr Mühe bei der Einrichtung der Wasserbecken geben, zum Staunen gibt`s aber trotzdem genug. „Guck mal Gaia, Fischiiiiih.“

Unser Tuk Tuk quält sich mit Müh und Not den „Stadtberg“ hinauf, wo uns der „Big Buddha“ erwartet, der von hier aus fast ganz Phuket überblicken kann. Er wird gerade über und über mit kleinen Marmorplatten beklebt, die man gegen eine Spende am Eingang beschriften kann.
Durch den Tempelbereich, in dem es wunderbar herrlich nach Räucherstäbchen duftet, kommt man über eine von Glöckchen gesäumte Treppe auf das Plateau, auf dem die Arbeiten am Sitzenden Buddha noch voll im Gange sind.


„Linda, Schuhe ausziehen!“


Antiautoritär?

Der Ort hat Ausstrahlung

Dann wird das Wetter zunehmend schlechter…

…und wir ziehen uns in die gute Stube zurück…

…und haben da unseren Spaß!

Oder widmen uns der einheimischen Küche, die einiges Geschick erfordert.

„Scheee war`s, man kann`s nicht oft genug sagen…!)“

Advertisements

Comments are closed.