MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Kuala Lumpur – Die Batu-Höhlen

Den Weg zurück Richtung Hauptstadt legen wir von Kuantan aus innerhalb eines heißen Tages zurück. Zum Abkühlen und vielleicht auch ein wenig aufgrund maskuliner Spiellust folgt ein kurzer Abstecher in die Genting Highlands. Hier hat man dem vergnügungs- süchtigem Volk einen babylonischen Tempel errichtet. Auf 1700 Meter Höhe gelegen, wird den nichtmuslimischen! Besuchern hier eine ganze Palette attraktiver Verführungen geboten. Casinos, Nobelhotels, Vergnügungsparks mit Achterbahn, Luftschiffe, singende Gondolieri, Süßigkeitenläden, Dinosaurier, Superhelden, Luftballons, Boutiquen-da bleibt kein Auge trocken und uns die Spucke weg…

Genting Highland

Babylon

Alles in EINEM

Ein Schein ist schnell verspielt und schon stehen wir Tags darauf vor den 272 Stufen, die ins Heiligtum der indisch-malayischen Batu-Höhlen führen. Berühmtheit erlangte dieser spirituelle Platz aufgrund alljährlicher Pilgergänge im Rahmen des Thaipusam-Festes, mit bis zu 1 Mio. Besucher, bei denen sich die Anhänger der Gottheit Murugan zu dessen Ehren geißeln und unter Trance körperliche Leiden auf sich nehmen.

Also nimmt unsere kleine Reisegruppe zumindest den schweißtreibenden Aufstieg zur „Höhle des Lichts“ in Kauf, um die ihr einverleibten Heiligtümer in Augenschein zu nehmen. Ein bisschen müssen Berthold und Edeltraud dann auch noch über die kessen Affen, die manch einem Vorbeikommenden eine Kleinigkeit abluchsen schmunzeln-fast ein wenig zu viel von dem Indien, das sie vor einigen Jahren kennen lernen durften.

Umschmeichelt von den rhythmischen Trommelschlägen der Tabla und dem Dudeln der Pungi schließen wir uns den Reihen der Besucher mit überwiegend indischer Abstammung an und lassen uns treiben.

Murugan

Batu Höhle

Sadu

In der „Höhle der Dunkelheit“, wieder einige Stufen abwärts, wird es anschließend düster und noch interessanter. Um das einzigartige Ökosystem im Innern der Kalksteinfelsen zu bewahren, kann man das ca. 2 Kilometer lange Höhlensystem seit einigen Jahren nur noch mit Führer begehen. Das stört aber nicht weiter, denn unsere junge Begleiterin ist höchst  motiviert, spricht fließend Englisch und weiht uns in das ein oder andere Geheimnis der uns umgebenden, totalen Finsternis ein. Alles was hier kreucht und fleucht, Gliederspinnen, Kakerlaken, Würmer, blinde Grashüpfer,…existiert nur aufgrund der Tatsache, dass es über uns nur so von Fledermäusen wimmelt. Ohne deren Exkremente gäbe es hier nichts, außer Stalaktiten und Stalakniten. Ein Leben in völliger Symbiose also, ohne den „Guano“ der einen Spezies gäbe es keine Insekten und ohne die Insekten hätten zumindest die Fleisch fressenden Exemplare darunter keine Nahrung. Die meisten der vertretenen Arten sollen ausschließlich hier vorkommen…

Ausgang der Fledermäuse

Das ETWAS

Abschied

Langsam kommen wir dem Flughafen der Metropole wieder näher und der Kreis beginnt sich zu schließen. Doch bevor es heißt Abschied zu nehmen darf eine obligatorische Stippvisite des Stadtzentrums von KL mit Besichtigung der höchsten Zwillingstürme der Welt natürlich nicht fehlen. „Hinter“ dem berühmten Bauwerk des Mineralölkonzerns Petronas lassen wir die vergangenen, stürmischen Tage mit Blick auf  verspiegelte Wolkenkratzer und den Tanz von Wasserfontänen gemütlich ausklingen, denn noch in derselben Nacht startet der Flieger, der Wolfgangs Eltern wieder zurück nach Deutschland bringen wird.

Kuala Lumpur

Petronas Tower

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