MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Aceh – Kopftuch, oder wie jetzt?

Bereits einige Kilometer zuvor hatten wir die Grenze nach Aceh passiert und ich beobachtete seitdem aufmerksam das Geschehen am Straßenrand. Laut Reiseführer und Internetangaben gilt in der Provinz seit dem Friedensabkommen von 2005 mit dem Rest Indonesiens das muslimische Recht, die Scharia. Die Bevölkerung hatte jahrzehntelang für eine unabhängige islamische Republik gekämpft, bis ihr schließlich von der Regierung Sonderrechte eingeräumt wurden und die Rebellen zur Waffenabgabe bereit waren. Für die Frauen hier bedeutete dies u.a. sich seither einem speziellen Kleidungskodex unterwerfen zu müssen.

Der Name der Provinzhauptstadt Banda Aceh ist uns im Westen aus den Medien geläufig, da der Tsunami anno 2004, dem ein Erdbeben mit der Stärke 9 einige Kilometer vor der Nordküste Sumatras vorangegangen war, dort die meisten Opfer gefordert hatte. Eine 15 Meter hohe Flutwelle begrub damals die Küstenregion unter sich und kostete mehr als 94 000 Menschen das Leben.

Wie genau mein Status als „Besucherin“ ist, will ich eigentlich gar nicht so genau wissen, ich halte es wie die überwiegend christlichen Batak-Frauen, von denen man immer noch einige antrifft und übe mich in dezenter Zurückhaltung, aber „obenrum ohne“.

Den Verkäufern eines Wochenendmarktes in den Bergen scheint unser Anblick eine willkommene Abwechslung zu sein und keiner der Versammelten versucht uns bezüglich unseres Auftretens zurecht zu weisen. Schauen und Tuscheln sind wir gewohnt…

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Eine Antwort zu “Aceh – Kopftuch, oder wie jetzt?

  1. Kerstin September 12, 2011 um 7:48 pm

    Sehr schöne Fotos … alles Gute und weiterhin viel Spaß auf Eurer Reise!
    Kerstin