MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Aus Gastfreundschaft wird Freundschaft

Billy, Pooja, Mr. Chong, Jamal und die ganze Familie

Eine letzte Schönheitskorrektur an unserem „Rollenden Zuhause“ steht noch aus, weshalb es uns Anfang August in die geschäftige Stadt Ipoh, im Norden Malaysias verschlägt.

Mr. Tang, den wir bereits aus den Camerons kannten, stellt uns seinen Freunden mit der Drehbank vor, bei denen Wolfgang nach dem Erneuern der Bremsbacken auch die beiden hinteren Bremstrommeln überholen lassen will.

Er liegt schon ölverschmiert im „Graumann“ unter dem Lkw und will gerade zum Schrauben beginnen, als Billy, Pooja und Mr. Chong sich vorstellen und uns fragen, ob sie uns irgendwie behilflich sein könnten und ob wir nicht lieber auf ihren Recyclinghof nebenan umziehen wollen.

Die drei sind uns von Anfang an sympathisch und wir willigen ein.

Mr. Chong

Die Großzügigkeit und Freundlichkeit, die wir die darauf folgenden Tage erfahren, hatten wir auf dieser Reise, in diesem Ausmaß nur einmal so erfahren – Viele liebe Grüße an Emre nach Adana!

Gemeinsam mit Mathias Unimog passen wir gerade so vor die Eingangstüre des Büros und kaum sind wir ausgestiegen, um die neue Umgebung zu erkunden, wird auch schon die dreckige Wäsche weggebracht, wir bekommen feinstes indisches 5-Finger-Food spendiert, werden an Strom und Wasser angeschlossen und dürfen uns nach Belieben im kühlen Haus aufhalten und dort auch duschen.

Tag für Tag erfahren wir nun mehr über unsere Gastgeber, die uns wie selbstverständlich bei sich aufnehmen und die nicht nur neugierig darauf warten, dass wir berichten, sondern die auch ehrlich von sich erzählen.

Pooja zu Besuch

Billy als Beifahrer

Tag für Tag beobachten wir die verschiedensten Menschen, die mit Fahrrad, Moped, oder Laster vorfahren, um Altpapier, Altmetall, Plastikflaschen, Dosen, usw. hier gegen eine finanzielle Entschädigung abzugeben. Zahlreiche Menschen – zahlreiche Schicksale, die sich an diesem Ort auf irgendwie wundersame Weise miteinander vermischen. Für einige von ihnen, meist die Älteren, bedeutet ihr Fahrrad die Existenzgrundlage – Rente gibt es entweder keine, oder sie reicht nicht aus. Andere wiederum versuchen in einer hart umkämpften Branche Fuß zu fassen (Wir hatten mittlerweile schon befürchtet, dass Recycling nur in Europa und China bekannt ist) und wieder andere machen „einfach“ nur ihre Arbeit – heute hier morgen dort. Und dann sind da noch wir, zwar vor Ort, aber doch nicht greifbar und es ist uns voll und ganz bewusst, dass der Status des Beobachters ein vergängliches Privileg ist.

Recycling Hof

Wir fühlen uns wohl hier, genießen die Zeit – es herrscht eine familiäre Atmosphäre, auch wenn sie einen Blick hinter die Kulissen Malaysias zulässt!

Am kühlen Fluss

„It`s good to know that we have friends on the other side of earth! Greetings to everyone of you, take care and thanks for all!“

Recycling-crew

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