MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Baby, es gibt Reis!

Ein letztes Mal sagen wir dem südostasiatischen Ozean wehmütig „Good Bye“, wir verabschieden uns von Andre aus Frankreich, der unsere kleine „Kommune“ die letzten Tage immer wieder besucht hatte (Don`t forget to send me the picture of the tattoo!!!), vom kleinen Hirtenjungen, der immer in der Nähe war, vom „Mushroom Point“, dem gemütlichen Lokal mit Flair um`s Eck, von den Arbeiterfamilien, die entlang der Zufahrtsstraße ihre Hütten aufgestellt haben und fahren zur Abwechslung mal wieder im Konvoi Richtung Kep. So entspannt die Zeit in diesen Gefilden auch gewesen sein mag, langsam wird das Verlangen auf einen Wechsel der Jahreszeit immer größer und Gaia, die wir langsam zumindest mental versuchen auf Kälte vorzubereiten, redet nur noch von „Nepal“, „Schnee“ und „frieren“ – wenn sie wüsste…;)

Full Power

Unterwegs sorgen die 3 Ungetüme „LOGI“, „Baby 3“ und „Morpheus“ für Aufsehen und wir nutzen die allgemeine Neugierde, um die Menschen und ihren Alltag hier besser kennen und verstehen zu lernen.

Probleme oder was?

Ein neuer Mitfahrer

Nee doch nicht

Das Landschaftsbild wird nur mehr von den saftig grünen Spitzen der Reisähren beherrscht, von Arbeitern mit kegelförmigen Bambushüten inmitten der Felder, von den Pfahlhütten der Bauern, um die herum gearbeitet, gespielt, aber auch geruht wird, von Ochsenkarren, von Frauen in Schlafanzügen, von mageren indischen Kühen, von Kindern, Kindern, Kindern.

Reis überall reis

Was  für ein Leben

Kinder ganz einfach

Beim Holzhacken

Regenwasserauffangbecken

Spielkameraden für Gaia

Aus einem Reiskorn gewinnt man drei bis fünf. Eines wird wieder zur Aussaat benötigt.

In einigen Gebieten wurzelt das Samenkorn nicht, wenn man es nur auswirft, es muss Stück für Stück gesteckt werden. Vor uns liegen Milliarden von Reiskörnern – unglaublich viel Arbeit! Sind die Ähren goldgelb, wird von Hand geerntet, mit Sicheln. Die Sonne verwöhnt die grünen Halme; sie wiegen sich grazil und verletzlich im Windhauch und es raschelt leise…

Harte Arbeit

Reisähren

Beim Betrachten der Szenerie wird der Gedanke an die Bestrebungen Pol Pots wach, der um seine extrem maoistischen Ideologien in die Tat umzusetzen und Kambodscha in einen „Bauernstaat“ verwandeln wollte, seine Landsleute von 1975 bis 1979 mit Hilfe der „Roten Khmer“ in Angst und Schrecken versetzte. Nach der Eroberung von Phnom Penh wurde die Hauptstadt vollständig geräumt und Staatsbedienstete, Intellektuelle, buddhistische Mönche gezielt verhaftet, gefoltert und ermordet. Wer überlebte wurde im Gegenzug für karge Mahlzeiten gezwungen in landwirtschaftlichen Kooperativen von Früh bis Spät Schwerstarbeit zu verrichten. Als das wiedervereinigte Vietnam Kambodscha im Januar 1979 von der Diktatur Pol Pots befreite, hatten mindestens 1,4 Millionen Menschen aufgrund mangelnder Ernährung, Entkräftung, als Folge von Krankheiten und durch Exekution ihr Leben gelassen. Noch rund 20 Jahre sollte es daraufhin dauern, bis der Terror der „Roten Khmer“, die inzwischen unterstützt von diversen „Supermächten“ als Guerillabewegung gegen die offiziell anerkannte Regierung und die vietnamesische Armee offerierte und einen Bürgerkrieg im Land entfachte, ein Ende nehmen sollte.

Fast keiner der Verantwortlichen von damals wurde seither zur Rechenschaft gezogen…

In beinahe jedem Gespräch, das wir führen, kommt das Leid der Vergangenheit wieder ans Tageslicht, denn die meisten haben Opfer zu beklagen.

Beim Betrachten all dieser Felder, all dieser kleinen Dörfer, den z.T. „steinzeitlichen“ Fortbewegungsmitteln, könnte man fast den Eindruck gewinnen, die Vision von damals wäre Wirklichkeit geblieben…doch der Schein trügt, man muss nur genauer hinsehen…

Kambodschanische Mönche

Nette Menschen

Gegenseitiges Beschnuppern

Badespaß im Strassengraben

Advertisements

Comments are closed.