MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Laos: von Huay Xai bis Mohan

Willkommen zurück!

Es ist unverkennbar – nach so ziemlich genau einem Jahr quer durch Südostasien sind wir zurück in Laos!

Als wir die betonierte Auffahrt von der Fähre weg erklimmen ist von Grenzbeamten weit und breit nichts zu sehen und wir fragen uns, ob es wohl doch von Vorteil gewesen wäre die Visa bereits in Thailand zu beantragen und nicht darauf zu vertrauen, dass man in diesem kleinen „Fluss-Dorf“ (laut Reiseführer) sofort bei Einreise eines erhält. Die Atmosphäre ist gewohnt entspannt und es dürfte ein leichtes sein jetzt einfach so abzutauchen, was wir aber gerade nicht beabsichtigen.

Vor einem kleinen „Tante Emma Laden“ sitzt eine Dame mittleren Alters, die gerade etwas vor sich hin häkelnd zuerst versucht meine Zurufe zu ignorieren. Als dann Morpheus Vorderreifen aber direkt vor ihr zum Stehen kommt, weiß sie sicher, dass sie gemeint ist, und so besteht ihre Antwort auf; „Visa?, Passport?, Police?“ aus einem mürrischen Wink um die nächste Straßenecke. Der Blinker wird daraufhin rechts gesetzt und es dauert nicht lange, bis wir vor einem Miniatur- wachhäuschen erneut zum Halten kommen, vor dem sich ein paar halbwüchsige Polizisten gerade in der Sonne räkeln. Auf die Frage nach dem Zoll und dem Ort, an dem man ein Visum bekommt, reagieren sie zuerst ein wenig verstört und meinen dazu, so etwas gebe es hier nicht…Hmm, na denn Pech gehabt!
Zufällig fällt mein Blick aber im nächsten Moment auf ein goldenes Schild direkt hinter ihnen  mit der Aufschrift: customs (Zoll). Keine 5 Sekunden später verschwindet Wolfgang in der Einfahrt und eine geschlagene Stunde später stehen wir mit dem Einreisestempel für`s Fahrzeug wieder auf der Straße und die Suche beginnt aufs Neue, denn das Wichtigste, unsere Aufenthaltsgenehmigungen stehen ja noch aus.

Dieses Mal gibt es von den Beamten auch konkretere Tipps zum Auffinden des gewünschten Zielortes und da nur eine Straße in den Ort hinein führt, halten wir kurze Zeit später dort, wo der Strom der Rucksackreisenden am dichtesten wird. Noch bevor uns eine näher kommende Gruppe Wachhabender wieder vom schmalen Haltestreifen vertreiben kann, sind wir auch schon in einer unauffälligen Gasse Richtung Bootsanlegestelle für alle „Autolosen“ verschwunden.

Wir finden den Passschalter und es folgt das altbekannte Prozedere, welches wir nach 30 Grenzübertritten nun schon beinahe mit verbundenen Augen bewerkstelligen könnten. Angaben zur eigenen Person auf einem DIN A4 großen Zettel vermerken (vorn und hinten), unterschreiben, das Ganze mitsamt Passbild und einigen Dollarnoten lächelnd dem Beamten hinter der Scheibe überreichen, biometrisch in die kleine schwarze Kamera blicken (u.U. Fingerabdrücke aushändigen) und im Handumdrehen gelten wir offiziell als legal anwesend! „Sabeidee!“

An diesem Tag bleiben wir nicht wie geplant länger und suchen uns einen Platz mit toller Aussicht, sondern wir flüchten vor der erdrückenden Hitze sobald alles erledigt ist ins Landesinnere. Die 1. Nacht schlagen wir das Lager noch direkt neben der Fahrbahn auf, was in dieser Region jedoch nicht bedeutet, dass man vor lauter Verkehrslärm kein Auge zu bekäme. Im Gegenteil, sobald es finster wird, ziehen sich die Dorfbewohner von nebenan in ihre Bambushütten zurück, die Grillen beginnen ihr allabendliches Konzert, die heiß ersehnte kühle Brise hält Einzug und die Straße gerät völlig in Vergessenheit.

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Eine Antwort zu “Laos: von Huay Xai bis Mohan

  1. Weltreisender Februar 4, 2012 um 5:24 am

    Hmm… Die Grillen fehlen mir auch.
    Auch wenn ich mir grade eine Auszeit vom Reisen nehme: Strasse, ich komme wieder 🙂