MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Grenze China Nepal

Ein Bild vom Dalai Lama

Zurück auf 2400 Höhenmetern, auf einem schäbigen Hinterhofparkplatz im Städtchen Zhangmu, wohlgemerkt dem einzigen der ganzen, sich über einen steilen Hang erstreckenden Ortschaft, indem sich ein Haus ausschließlich direkt ans nächste reiht, endet unsere Reise durch das Autonome Hochgebirgsgebiet Tibet. Gaia erholt sich zurück in tieferen Lagen relativ zügig von ihrer Erkältung und wir kommen langsam wieder auf klare Gedanken.

Bereits am Morgen nachdem auch Mathias und der Guide eingetroffen sind, stehen wir ausreisebereit vor der chinesischen Zollabfertigung, einige Kilometer weiter bergab.
Erneut lässt man uns einen geschlagenen Tag wegen „fehlender Schriftstücke“ vor verschlossener Schranke warten. Da sich glücklicherweise nur unser Reisebegleiter diesem Problem widmen muss, können wir uns ein letztes Mal am Genuss original zubereiteter Momo-Suppe erfreuen und anschließend das geschäftige Treiben zwischen den Grenzen verfolgen.

Unzählige Sherpa, das sind Angehörige einer Volksgruppe, die ursprünglich im Osten Tibets beheimatet waren, aber aufgrund von Verfolgungen bereits um 1500 in die Region Solu-Khumbus im Norden Nepals abgewandert sein sollen, befördern kistenweise Waren von einer Seite auf die andere. Spezifisches Wissen und ganz besondere Eigenschaften die den Sherpa zugeschrieben werden, wie die gute körperliche Anpassung an extreme Höhen, eine hohe Belastbarkeit, der traditionelle Umgang mit den Hochgebirgsrindern im Einsatz als Lastentiere und die Kenntnis von Höhenwegen, sowie ein friedfertiges Gemüt verhalfen ihnen bereits seit den Anfängen der europäischen Himalaja-Expeditionen zu Beginn des letzten Jhdts. zu einem Ruf als ausgezeichnete Hochgebirgsträger, Bergführer und Kundschafter. Der wohl bekannteste Vertreter des Bergvolkes war Tenzing Norgay, dem am 29. Mai 1953 zusammen mit Edmund Hillary die Erstbesteigung des Mount Everest gelang.

Sherpafrau

Sherpafrau

So weit, so gut, die Zeit verstreicht und irgendwann dürfen auch wir durch den Passschalter und anschließend, aber erst, nachdem 24 entgegenkommende Laster, naja sagen wir mal relativ zügig inspiziert wurden, bei den Kontrolleuren vorfahren. Ihr ganzes Interesse beschränkt sich im Wesentlichen auf eine knappe Frage: „Besitzt ihr ein Bildnis vom Dalai Lama?“ Wir beantworten diese Frage mit „Nein“ und nachdem diverses Leseequipment, angefangen bei Mathias Koran und aufgehört bei einem Märchenbuch von Gaia, auf dessen Cover die Zeichnung eines „typischen“ Chinesen nach europäischer Vorstellung abgebildet ist, wäre auch unsere Strapazierfähigkeit an die Grenzen gelangt und so nah am „rettenden Ufer“ entrutschen mir dann doch noch einige … Anmerkungen.

Und weil die Dinge wie so oft auf fantastische Art und Weise miteinander verwoben sind, erwartet uns im ersten einheimischen Lokal in Kathmandu dieser wunderbar erfrischende Anblick, als ob uns das Schicksal zuschmunzeln und einen bescheidenen Hinweis geben wollte…

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Ein Bild vom Dalai Lama

Ein Bild vom Dalai Lama

Jetzt haben wir übrigens eines!

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