MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Der Torugart Pass

Grenze: China – Kirgistan

Dank diverserer weiterer Wutausbrüche von „Ali“ aufgrund von (unserer Meinung nach) kulturell bedingten Verständigungsschwierigkeiten mit einigen Konvoijoten und der schlussendlichen Ablehnung seiner Aktionen und Reaktionen von Seiten der gesamten Gruppe, fahren wir schließlich mit einem neuem Guide bestückt (es wiederholt sich so Manches) zur chinesisch kirgisischen Grenze auf dem Torugart Pass, über nur mehr zarte 3752 Meter.

Das Wetter ist bescheiden, wir kommen vom Regen, über Schlamm-Matsch, in den Schnee, es wird kalt und kälter, doch für heute haben wir uns ganz fest vorgenommen uns entsprechend zu benehmen; nicht dass man uns nicht mehr raus lässt 😉 (Wahrscheinlicher ist, dass wir es jetzt geschafft haben dürften, nicht mehr rein zu dürfen!)

Im Schnee

Schneemann
Also dann: Artig Aussteigen, das Immigrationsgebäude erst nach Aufforderung betreten, hinter der gelben Linie warten, nach Verlangen brav zu den Fahrzeugen zurück gehen, die Dreckwäsche holen und zur Kontrolle her zeigen (aus Versehen explodiert das Feuerzeug eines Begleiters in dessen Hosentasche, doch zum Glück nur von uns mit Erschrecken bemerkt), Fahrer zur Passkontrolle durchlassen, alle anderen mit Gruppenvisa kommentarlos durchlassen („Hallo, ich bin schwanger und will mir hier nicht ewig die Füße in den Bauch stehen!“) (von der Zollinspektion, die derweil schon im Gange ist, kriege ich gar nichts mit), Kind zur Ruhe auffordern, in die Kamera lächeln, Lachen verkneifen, als ich bemerke, dass die „Satisfaction – Box“ (siehe China I) just in diesem Moment ausgeschalten und noch dazu ausschließlich auf chinesisch beschriftet ist, 5 Minuten auf kalten Plastikstühlen verharren und die chinesischen „Prinzessinnen“ (laut Gaia) auf einem Riesenmonitor bewundern, 5 Minuten in der Kälte vor dem Hintereingang abwarten, bis alle Pässe nochmals eingesehen wurden (wie erwähnt hat die Verwaltung Schwierigkeiten damit, dass wir in verschiedenen europäischen Ländern beheimatet sind), und nach kaum 2 Stunden sind wir wieder „frei“.

Und vielleicht weil wir heute gar so artig sind, verlangt auch keiner der Uniformierten am nächsten und übernächsten, bzw. letzten militärischen Checkpoint mehr von uns bei dem miesen Wetter auszusteigen, oder zeigt überhaupt ein Interesse daran einen Blick auf die Inneneinrichtung zu werfen.

Schneller als erwartet steht der neue, „coole“ Guide vor Wolfgangs Fenster und drückt ihm zum Abschied einige Aufkleber der Reiseorganisation als nette Erinnerung in die Hand.
„Good bye!“ „Good bye!“ Einer nach dem anderen passieren wir den Stacheldrahtzaun auf der Passhöhe, vor dem zwei gefährlich drein blickende schwarze Hunde Wache stehen und müssen der Tatsache ins Auge blicken, dass wir genau an dieser Stelle, bei diesem fantastisch, feuchten Wetter nicht nur China und die Chinesen, sondern auch die tollen chinesischen Straßen auf ein Neues hinter uns lassen. Zum Glück gibt`s 4×4!

Schlammschlacht

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