MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Kategorie-Archiv: 2011/09 Thailand III

Ban Wang Sai Thong – Im Dunkeln

Nachdem wir uns nebenan im herrlich kühlen, klaren Wasser, das sich über einen Berg aus  Kalksteinkaskaden ergießt und an den knorrigenWurzeln uralter Bäume entlang schmeichelt gebadet haben, genehmigen wir uns 1, 2, oder auch 3 frisch zubereitete Papayasalate und einen Teller Gemüsereis, bevor wir gemeinsam mit Mathias im Unimog ein bisschen die Gegend erkunden.

 

Irgendwie zeugt hier im Südwesten Thailands nichts von den immer wieder aufflammenden, gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der muslimischen Bevölkerung und der thailändischen Regierung. Das soll jedoch nicht heißen, dass sie nicht statt gefunden hätten, aber wir befinden uns eben in Thailand, wo es schwierig bis unmöglich scheint als „Tourist“ einen Blick hinter die Fassade werfen. Vieles bleibt „im Dunklen“ und manchmal fragt man sich schon beinahe, wie solche Nachrichten zustande kommen…

 

Alles ist also friedlich, wir sind guter Dinge, genießen das wieder gewonnene „Freiheitsgefühl“ und düsen vorbei an zerklüfteten Felsen, scheinbar unbezwingbarem Dschungel, gemütlich wirkenden Stelzenhäusern, Kautschukplantagen (momentan sollen die Preise in die Höhe geschossen sein und wer kann pflanzt den teuren Rohstoff) und entspannten Leuten in Hängematten, oder auf quadratischen Liegeflächen.

 

Nach einiger Zeit endet die Straße, auf der wir uns befinden vor den Stufen zu einer Höhle, die offensichtlich ein beliebtes Ausflugsziel einheimischer Ausflügler…war. An ein paar Buden kann man sich mit diversen Softdrinks und Knabberwerk eindecken, es sind öffentliche Toiletten mit Duschgelegenheit vorhanden und nicht zu vergessen, es gibt einen Zahlschalter, der zusätzlich günstig Kopflampen verleiht. Der Eintritt ist erschwinglich und wir machen uns an den Aufstieg.

 

Bevor man sich jedoch über einen hölzernen Pfad auf die Reise durch das finstere Höhlenlabyrinth begeben kann, muss man es zuerst durch den schmalen, reichlich geweihten Eingangsschlitz schaffen, was mit Kind im Gepäck gar nicht so einfach ist.

Geschafft! und schon sind wir umgeben von glitzernden Gebilden. „Vorhänge“, „Schädel“, Tänzer“, „Korallen“, „Diamanten“, Wasser schuf den Zauber dieser Räume und tut es noch immer…

 

 

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Wasser ist Leben!

In diesem Sinne grüßen wir unseren lieben Freund und Reisegefährten Frank, der uns so manche Weisheit mit auf den Weg gegeben hat…

Wasser ist Leben!

Wasser ist Leben

Water means life!

Wasser ist Leben

L’eau est la vie!

Wasser ist Leben

जल जीवन है

Wasser ist Leben

Air adalah kehidupan!

Wasser ist Leben

L’acqua è vita!

Wasser ist Leben

الماء هو الحياة

Wasser ist Leben

Aqua vitae!

Wasser ist Leben

Woda jest życiem!

Wasser ist Leben!

Вода есть жизнь

Wasser ist Leben

El agua es vida!

Wasser ist Leben

Su hayattır!

Wasser ist Leben

…so, let`s treat it with care!

Wassergeschichten

„Sabei Sabei“

Bevor wir ein zweites Mal die Grenze bei Wang Kelian passieren, nur diesmal in umgekehrter Richtung, heißt es Abschied von unserem mittlerweile schon recht selbstbewusstem Findelkind zu nehmen. „Ampang“, das kleine schwarz-weiße Kätzchen, das Gaia und ich im Großstadtdschungel Kuala Lumpur an einer der Hauptverkehrsstraßen maunzend gefunden hatten, ist mittlerweile gut genährt, dank Mathias entwurmt, gebürstet und auch schon ein wenig verwöhnt und wäre da nicht Wolfgangs Tierhaarallergie gewesen, wir hätten es uns ernsthaft überlegt sie dauerhaft mit an Bord zu holen. So aber obsiegt die Vernunft (Wolfgang musste für einen Nachmittag schon vor lauter Husten ins Führerhaus umziehen) und im Innenhof einer Moschee erklärt sich eine nette junge Frau, die fließend Englisch spricht, schließlich dazu bereit für das Kätzchen ein schönes, neues Zuhause zu finden. Wer weiß, vielleicht sogar der Imam…, denn als ich einen letzten Blick in den Rückspiegel werfe, winkt sie uns nicht mit Tränen in den Augen nach, sondern erklimmt bereits die Stufen zum Gebetsraum – eine echte Malaysierin eben…

Ampangs Moschee

An einem friedlichen See in der Provinz Perlis im Norden, einige Kilometer vor dem Grenzgebirge, schließt sich erstmals ein Kreis, denn hier verbrachten wir bereits unsere erste Nacht im Land. Eine gute Gelegenheit, um noch einmal Sonne zu tanken, in Hosen zu baden, sich kreativ zu entfalten und den 4ten! Hochzeitstag bei Kartoffelpüree und Bohnen zu feiern!

Artist

Wie die Mami

Als der skeptische malaysische Beamte zwei Tage später nach einigem Hin und Her versteht, dass wir 3 Monate zuvor ohne Zolldokument eingereist waren, weil dieses abgelaufen war und er keinen Stempel in unser neues, frisch aus Deutschland eingeflogenes drücken darf, dürfen wir nach einigem Kopfschütteln dann doch noch ausreisen 😉 und stehen zu unserer Erleichterung wieder lächelnden Polizisten gegenüber. Wir werden sofort erkannt und diesmal gibt’s Kaffee und Kekse als kleine Aufmerksamkeit.

„Sabei Sabei“, die Leichtigkeit des Seins im Leben der Thais kennt keine Uniform.

Schön wieder hier zu sein!

Freche Maus