MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Kategorie-Archiv: 2011/10 Kambodscha

Ausklang Kambodscha

Eine ganze Woche Sightseeing gönnen wir uns, radeln gemütlich das riesige, imposante Areal ab, bestaunen die einst von Mutter Natur wieder eroberten, und dann doch wieder ins Bewusstsein der Menschen zurückgekehrten Tempel und Palastanlagen. Zwischen den Strömen der Besucher aus aller Welt tauchen wir unter, geben unsere Zeit mit vollen Händen aus, verweilen, beobachten, bewundern, wandeln durch eine Kulisse der Symbiose zwischen erdachten und geformten Monumenten mit der Schönheit und Kraft, die den natürlichen Dingen um uns herum inne wohnt.

Angkor Wat

Darüber hinaus treffen wir jeden Tag auf jede Menge Kinder. Sie leben hier mit den alten Steinen und verdienen sich mit dem Sammeln von Plastikflaschen, dem Verkaufen von Übersichtskarten und diverser Literatur zur Geschichte von Angkor Wat und dem Betteln etwas dazu. Geld geben wir keines, aber Gaia teilt für einige Zeit bereitwillig ihre Sandspielsachen und versucht sich in Kommunikation auf Englisch…“What`s your name? Me Gaia!“ und auf einmal fällt den Kindern vor uns wieder ein, dass sie eben dieses, nämlich Kinder sind und das Gerangel um Schaufel, Eimer und Plastikeisbär beginnt. Nur Gaia, die den Sonderstatus der edlen Gönnerin genießt, kann sich ihres Platzes auf dem Dreirad sicher sein und wird darüber hinaus liebevoll herum geschoben…solange bis unsere großen Räder entdeckt sind…Und das End von der Geschicht` ist, dass Gaia nach diesem Zusammentreffen mit den „Lausebengeln“ einen neuen englischen Satz auf Lager hat: „Give me one dollar!“ sagt sie und strahlt dabei bis über beide Ohren.

Spielplatz

Sandkasten

neue Freunde

Danach wird`s ernst, denn die Internetnachrichten berichten von mittlerweile mehreren hundert Opfern aufgrund der anhaltenden Überschwemmungen auf thailändischer Seite. Ob die Strecke nordwärts, Richtung Chiang Rai also passierbar ist, steht in den Sternen. Wolfgang setzt sich über das Kartenmaterial und plant eine Route, die östlich Bangkok vorbei (wo die Auswirkungen am verheerensten sind), entlang einer Gebirgskette verläuft. Wir können nichts weiter tun, als es versuchen, denn schon in 3 Wochen müssen wir an der chinesischen Grenze in Mengla stehen. (Nach wie vor benötigt man für die Durchreise durch China mit dem eigenen Fahrzeug einen „Guide“ – bei Fragen einfach eine Email senden)

Als wir die Grenze zum Nachbarn bei Siam Reap einige Tage später erreichen, antworten die Zöllner uns dort auf die Frage nach der momentanen Lage mit kritischem Blick auf die Reifen: „Mit den Kisten kommt ihr doch überall durch!“ Na, das hört sich doch mal viel- versprechend an!

Die Tempel von Angkor

 

Wir laden euch auf eine visuelle Reise durch die geheimnisvolle Welt der verschwundenen „Gottkönige“ der Khmer ein.

 

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

 

 

 

Wir wünschen allen da draußen nur das Beste für 2012! Genießt das Leben, achtet es und verpasst nicht den Moment zu feiern!

 

Sonnige Grüße

 

Not und Tugend

Na denn, volle Kraft zurück, in freudiger Erwartung auf mehr kambodschanische Kultur!

 Von Ost nach West bieten sich entlang der Straßen auf mehreren hundert Kilometern ähnliche Bilder. Ohne Ende Wasser! Ein Glück, denken wir noch, dass man beim Bau der Straßen die alljährlichen Überschwemmungen bedacht und sie verhältnismäßig hoch angelegt hat, so finden die Flüchtenden zumindest hier, auf einem Stückchen Teer ein trockenes Plätzchen. Was sie bei sich haben ist nicht viel, alles, was sie zum Leben brauchen. Die Kinder, das Vieh, einige Töpfe, Kleider, einen Karren, eventuell Moped…Eine Behausung, die dem herrschenden Klima entspricht ist schnell geschaffen: ein paar Pflöcke in den Boden gerammt, darüber eine Plastikplane gespannt und ins „Innere“ ein Sitzpodest gezimmert. Wer nicht viel Materielles hat, hat weniger zum Tragen und selbst in schwierigen Situationen verlangt der tägliche Überlebenskampf nach Initiativen.

hoch gebaut

Flut Kambodscha

Leben auf der Straße

Fischerboote

Wenn sich die Fließrichtung des Tonle-Sap Flusses einmal im Jahr aufgrund des immensen Anstiegs des Wasserpegels in der Regenzeit umkehrt (ein einzigartiges Phänomen!), führt er so viel Fisch wie das restliche Jahr über nicht. So mag einen die zumeist ausgelassene und fröhliche Stimmung der Menschen am Straßenrand im Angesicht der Tragödie befremden, aber das viele Wasser bedeutet für die Familien eben auch, dass sie sich die kommenden Wochen und Monate wenigstens keine Gedanken darüber machen müssen, was auf den Tisch kommt. Es gibt Fisch und zwar zur Genüge.

Gaia und Lotos

Wir fühlen uns nicht von verzweifelten „Opfern“ umgeben. Das Verhalten der Kambodschaner vermittelt einem das Gefühl, es wäre nichts Ungewöhnliches passiert. Jeder geht seinen Alltagsverrichtungen nach. Mit Netzen und Angelzeug bewaffnet stehen Männer lachend im Wasser, Kinder begrüßen uns neugierig an jedem Platz, um wenig später riesige Wasserbüffel weiter zu treiben, Frauen stehen vor dampfenden Töpfen. Wir fühlen uns von vor Energie strotzenden Menschen umgeben, die es verstehen in schwierigen Lebenssituationen zu improvisieren und dabei die Freude an den „einfachen“ Dingen nicht vergessen.

Kinder zu besuch

mal anders fischen

Hausfischerboote

Die Auswirkungen dieser Naturkatastrophe werden sich erst im nächsten Jahr bemerkbar machen, wenn der Preis für ein Kilo Reis aufgrund des diesjährigen Erntausfalls steigt…

 schweres Gespann

Aktuelles!

Viel Glück!

Ja, wir hätten auch irgendeinen anderen Tag dafür wählen können, um das Folgende los zu werden. Aber zugegeben, nachdem wir im ersten Jahr unserer Reise beinahe froh darüber waren, den Weihnachtsrummel einmal hinter uns zu lassen und im darauf folgenden den 24.12. fast vergaßen, plagt uns diesmal das…..

mehr…

Aktuelles!

18.12.2011, Kathmandu, Nepal – Namaste

Unser momentaner Aufenthaltsort liegt wieder auf angenehmen 2300 Metern über dem Meeresspiegel. Tagsüber herrschen Wohlfühltemperaturen um die 15 Grad, die Sonne lacht und Schneefall für etwaige aufkeimende Weihnachtsgefühle lässt noch auf sich warten. Befinden uns alle drei im Endstadium einer…..

mehr….