MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Über die Alpen nach Istrien

Urlauben

Mit 40 km/h Spitzengeschwindigkeit zuckeln wir verfolgt von einer gewaltigen, CO 2 spuckenden Blechschlange, die sich durch wunderbare Landschaft windende, einwandfreie Landstraße in Richtung Felbertauerntunnel mitten im Österreichischen Alpenmassiv hinauf. Bei herrlichem Sonnenschein, strahlenst blauem Himmel, umgeben von mampfenden Freiluftkühen, klaren Gebirgsflüssen und mächtigen Gesteinsansammlungen fühlt man sich denn auch gleich als führe man gerade durch die Grußkarte an Daheim, oder sei zumindest einmal zum Darsteller in einem Almdudler-Spot aufgestiegen. Leider verpassen wir den euphorischen Höhepunkt der Passüberquerung, denn irgendwie ging dann doch alles viel zu schnell (Pass Thurn 1274 m)…

Gut, es ist ein bisschen viel los Mitte August, so ziemlich ganz Europa hat Sommerferien und mindestens die Hälfte der Bevölkerung will mit dem Camper ans Meer. Der Blick auf die Nummerntafeln unserer Mitverkehrsteilnehmer verrät…Moment, sind wir noch in Deutschland oder was? Ah, nein – auf dem blau-weißen Gehweg-Schild auf der anderen Straßenseite führt ein Mann mit Hut einen Jungen an der Hand spazieren – doch woanders. Trotzdem, herrlich ist`s hier!

Wir, diesmal zu viert, befinden uns momentan auf dem Weg über Kitzbühel, Lienz, Udine und Trieste nach Istrien/Kroatien; wie gesagt in Begleitung halb Deutschlands, aber dennoch urlauben und klar zeitlich betrachtet. Ansonsten wird nach wie vor gehalten, wo…“Stoooooppppp, da schaut`s gut aus!“, ein 7,10 Meter langer Lkw eben Platz hat. Intuitiv und vorzugsweise ebenerdig-grün. Erst wenn Flora und Fauna in einem Radius von mindestens 50 Metern um unser mobiles Zuhause eingehend erkundet worden sind, kann es weiter gehen.

Bamm – und mit dem einsetzenden Gebrüll des Motors ist es wieder da! Dieses Gefühl von „Endlich geht’s weiter“, Freiheit, auf Kurs Richtung Horizont! Der Geist geht auf Wanderschaft, die Gedanken sind frei, der Phantasie wachsen Flügel und mit jedem Kilometer vorwärts kommt die Muße zurück.

„Schau, da ist noch ein Fietzelchen Gletscher übrig und dort hat sich eine riesige Muräne den Hang hinunter gewälzt (um genau zu sein sieht man entlang der Strecke ziemlich viele)…eine Seilbahn…“ „Oh, fährt die bis in den Himmel und kann man den Himmel da anfassen?“ „Hmm, ich denke schon, vielleicht kannst du dir ein Stück einpacken und mitnehmen.“ „Da brauch ich aber eine riiiiiieeeesige Tüte!“ 😉

2 Über die Alpen nach Istrien

In diesem Sinne, lasst euch nicht fressen!

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