MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

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Ein Oldtimer mitten im Sandkasten

Timbaine

20 Plateaus, 21 Dünenkämme, 10 Tage und Nächte schließlich. An manchen Tagen machen wir mehr Meter Sand beim Schaufeln gut, als Kilometer Strecke.

Ausbuddeln

Eingegraben 2

Außerdem ist nicht jeder „Track“ für den Schwertransport geeignet. Nur manchmal bemerkt man das erst später und muss wieder umkehren, um den Aufstieg von Neuem zu versuchen.

Aufgesessen

Trotz fehlender Servo, einem langen Radstand, begrenzter Kraft und nicht vorhandener Differentialsperre schlägt sich Morpheus besser als geglaubt -nicht nur aufgrund der mittlerweile vielseitig erprobten Straßenbereifung, sondern auch aufgrund der umfangreichen Fahrerfahrung des Piloten und mentaler + physischer Unterstützung unserer Gefährten.

"With a little help of my friends"

Auch das Auf und Ab der Gefühle, je nachdem in welchem Winkel zur Düne man sich gerade befindet, pendelt sich irgendwo über Normalnull, im durchschnittlichen Abenteuer-Adrenalin-Bereich ein. Wie heisst`s so schön, wer wagt gewinnt und wird mit ungeahnten Eindrücken und Erfahrungen belohnt!

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Immer tiefer dringen wir in das „Meer ohne Wasser“ vor, bis auch die letzten Hasenjäger unsere frische Fährte verlieren, die für sie einen Highway durch die sich ständig wandelnde Landschaft darstellt, auf der sie viel schneller an ihr Ziel gelangen.

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Ganesh

Moment mal, Hasen? Ja, Hasen! Momentan stehen die auf der Abschussliste, wovon zwar einige verstreute Patronenhülsen berichten, nicht jedoch der Anblick des begehrten Objekts selbst. Täglich gehen wir kundschaften, folgen den zahlreichen Spuren im weichen Untergrund und versuchen diese ihrem Besitzer zuzuordnen.

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Wirklich zu Gesicht bekommen wir aber von all den Fenneks, Schakalen, Vögeln, Käfern, Ameisen, Gazellen, Mäusen, Kamelen, Skorpionen, Schlangen, etc., mit denen wir momentan das „Wohnzimmer“ teilen nur die allerwenigsten. Einige Wüstenbewohner, wie Schlangen und Skorpione befinden sich zur Zeit noch im Winterschlaf ( 🙂 ), andere wie Motten oder Ameisen sind uns bekannt; aber einen Fennek, den Fuchs der Wüste zu sichten, der nur hier verbreitet ist, das wäre schon toll…

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Sand in Sicht!

Ein eisiger Wind zerrt an meinen Kleidern und schiebt mich über die „Große Düne“, auf der wir Tags zuvor bereits erste Sandfahrerfahrungen sammeln durften. WIR ist gut… weil im Zusammenhang mit FAHREN momentan eigentlich eher Wolfgang gemeint ist, der ebenfalls nicht so ganz davon überzeugt ist, dass wir hier auch ohne Servolenkung über die Runden kommen. Ich kämpfe nach wie vor mit meinem inneren Schweinehund, der unaufhörlich bellt: “ Warum zum Henker sollen wir höchstwahrscheinlich untermotorisiert, aber auf jeden Fall überdimensioniert zu einem Trip durch „den Sand“ aufbrechen?

Erste Sandfahrerfahrungen

 

Aussteigen. bitte!

Hmm? Mit zusammengekniffenen und hinter Sonnengläsern verbarrikadierten Augen betrachte ich die im Sandsturm verschwimmende Umgebung, einige zurück gelassene Spirituosendosen,… Beinahe wie unter Wasser, denke ich gerade, als ein dünnes Stimmchen aus Richtung meiner linken Hand kräht: „Mama, wie ein Taucher!“ *Smile* „…oder zumindest wie auf dem Mond!“ antworte ich meinem zweieinhalb jährigen Sohn, bevor er lauthals juchzend die nächste Düne hinuntersurft.

Wüstennomaden

Sahara 2015

Welcome back to Africa-

-Good bye Europe. Für den Winter. SICHER durch die Nacht trägt uns der eiserne Koloss „Zeus Palace“, weg von der italienischen Küste, hin ins einst so glorreiche Karthago. SICHER! Wobei heutzutage sicher nicht mehr jeder SICHER übers Mittelmeer reist! www.Sea Watch.org

Goog Bye Europe

 

Tunis. Eine Prise Salz in der Luft, Dieselgestank, hektisches Hupen, Orangenbäume, schwer bewaffnete Uniformierte, Zitronenbäume, Souvenirshops und Künstlerateliers, Schwarzer Tee mit Minze und Pinienkernen, der Duft von frischem Gebäck, „Bonsoir Madame!“, weiß getünchte Gassen, azurblaue, kunstvoll geschmiedete Eingangspforten und Fenstervergitterungen, 19:00 Uhr: „Allahu Akbar“ -der Muezzin ruft zum Gebet.

Karthago