MORPHEUSREISEN

auf der straße des lebens

Schlagwort-Archiv: Wasserfall

Im Goldenen Dreieck

Weiter geht’s in Windeseile nach Chiang Rai, wo ich dem Public Hospital einen kurzen Besuch abstatte und mir dann gleich nach Betreten eines riesigen Saales, in dem offensichtlich schwer Kranke in behelfsmäßigen Betten zwischen wartenden Frauen, Männern und Kindern abgestellt worden sind, etwas fehl am Platze vorkomme. Das Krankenhaus ist hoffnungsvoll überfüllt und die Angestellten scheinen ihren Aufgaben zumindest zeitlich nicht mehr nachkommen zu können. Ich bin hier wegen Grippesymptomen, um sicher zu gehen, Halsschmerzen und Husten würden sich die nächsten Tage von selbst wieder verabschieden…Dank meines deutschen Passes werde ich prompt zu einer Ärztin vorgelassen und nach dem üblichen Blutdruck und Fieber messen, bestätigt diese nach einem Blick in meinen Hals, meine anfängliche Vermutung. Das erledigt sich von selbst! Ich frage trotzdem nach einer Blutuntersuchung, weil ich für die Himalayaüberfahrt ganz sicher gehen will, dass ich zu 100% einsatzbereit bin, woraufhin sie mir antwortet: “Sehen sie die Menschen da unten, die warten alle auf eine Blutuntersuchung und zwar nicht zur Prävention.“ Ich könne mich also anstellen, wenn ich wolle, oder aber zu einem privaten Arzt gehen, was aber ihrer Meinung nach nicht nötig wäre. Diese Aussage stellt mich zwar nicht gänzlich zufrieden, aber wäre ich jetzt zum Beispiel in Deutschland und stünde nicht vor einer solch großen körperlichen Belastungsprobe, wäre ich über einen dementsprechenden Arztbesuch sehr erfreut!
(An dieser Stelle wollen wir uns einmal ausdrücklich bei unserem deutschen Allgemeinarzt dafür bedanken, dass er sich, wann immer wir um seinen Rat baten Zeit zum Zuhören hatte und uns hilfreich zur Seite stand! Liebe Grüße!)

Tja und so fahren wir also fast gesund, aber bestätigt genesend und voller Vorfreude in Richtung Goldenes Dreieck. Pünktlich zu Mathias Geburtstag treffen wir ihn wieder und passend zum Anlass findet sich noch einmal ein traumhaft versteckter „Wasserfallplatz“, wo wir unter einem alten Baum mit wunderbar gelben Blüten auf einer saftig grünen Wiese ohne Müll und Scherben barfuß herum toben können und uns die Schreie der Gibbons, gar nicht so weit weg im Urwald in den Schlaf wiegen. So weit nördlich ist es noch ruhig und friedlich, nicht viele Rucksack-Touristen wissen überhaupt, dass man per Fähre nach Laos einreisen kann.

Als Gaia und ich uns am nächsten Morgen ganz früh auf die Socken machen, um die ersten Sonnenstrahlen durchs Dickicht auf das glasklare Wasser fallen zu sehen, treffen wir auf burmesische Waldarbeiter, von denen einer auf uns zukommt und uns lächelnd ein welkes Blatt überreicht, auf das, wie von Elfenhand hinein gezaubert eine blühende Blume zu sehen ist…was für ein Abschied!

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Regenzeit

Ab jetzt fahren wir nur noch Häppchenweise. Wann immer eine Piste Richtung Strand verlockend aussieht, wird der Blinker gesetzt.

Nach den verheerenden Folgen des Tsunamis von 2004 wurden Evakuierungsstrecken ins Leben gerufen.


„Geisterhausfriedhof“


Kinderkarusell auf eigene Gefahr

Mit zunehmendem Auftreten von „Hellhäutigen“, werden auch die Strände vorerst immer schöner und sauberer, die Preise immer deftiger, die Stellplätze immer rarer und die Bisse der Sandfliegen weniger?!
Bei Khao Lak finden wir einer Intuition folgend, einen absoluten Traumplatz mit 1A Erholungsqualität.


Nun sind Morpheus doch noch Schwimmhäute gewachsen


Erste Versuche im Kinderbecken


Mann hat viel Arbeit, bei einem so großen „Garten“

Doch die Uhr tickt auch hier gegen Mensch und Natur. An vielen Stellen wird fleißig an der Entstehung neuer Megahotels und -resorts gearbeitet.
Und ob die Shrimpfarm am Ende der Bucht irgendwelche Auflagen zur Entsorgung ihrer Abwässer ins offene Meer erfüllen muss, ist fraglich.
Noch ist dieser Platz ein Treffpunkt für die Einheimischen, die zurückhaltend und freundlich sind, aber nach einiger Zeit dann doch zum Plaudern vorbei kommen, ihre Kinder mitbringen und uns zum Essen einladen.

Die netten Mädels vom Sabei Sabei, einem Strandlokal, laden uns zu Fisch und Bier ein…


…und als Gegenleistung für kostenlos Elektrizität, hilft Wolfgang dem Chef bei der Suche und Behebung der Ursache des plötzlichen Stromausfalls.

Mit dem Weltatlas lässt sich der fehlende Wortschatz immer gut ausgleichen.

Wir genießen die Zeit in vollen Zügen und als der tägliche Regen (eigentlich zu früh für die Jahreszeit) einsetzt und auch das Verrücken der Solarpaneele nichts mehr nützt, um die Batterien mit Strom zu speisen, machen wir uns langsam auf den Weg Richtung Phuket, wo uns gleich mehrere, lang ersehnte Besuche bevor stehen.